Ein Wochenende in Südtirol

Das Ultental in Südtirol

Das Ultental verläuft in rund 40 km Länge vom Quellgebiet des Falschauer Baches im Gelände der Oberen Weißbrunner Alm bis zur Klamm der Gaulschlucht bei Lana.

Das anfangs fast eintönig wirkende, von Felskulissen und Wald gesäumte Tal wird in seinem oberen Teil breiter und ausladender. Hier liegen auch die großen Stauseen: Zoggler Stausee bei St. Walburg und Weißbrunnsee.

Sonnenaufgang im Ultental

Sonnenaufgang im Ultental

Die Urlärchen

Die drei Urlärchen stehen auf 1430 Metern Meereshöhe. Bei einer 1930 umgestürzten Lärche wurden über 2000 Jahresringe gezählt. Vom Sturm und Wetter vielfach gezeichnet, gelten sie als die ältesten Nadelbäume Europas.

Ultener Urlärchen

Ultener Urlärchen

Meran

Meran liegt im Herzen Südtirols, am Fuße des Berges Ifinger und der Hochebene des Salten. Im Norden und Osten durch 3.000 Meter hohe Bergketten geschützt, ist die Kurstadt an der Passer auf rund 324 Metern für ihr mildes, alpin-mediterranes Klima und die üppige Vegetation berühmt.

Meran

Meran

Burgruine Thaur

Burgruine Thaur

Burgruine Thaur

Die Ruine der Höhenburg liegt rund 250 m über dem Talboden des Inntals und knapp 200 m über dem Dorfkern von Thaur auf einer schütter mit Eichen und Linden bewachsenen 812 m ü. A. hohen Erhebung am Abhang der Nordkette. Rund 150 m östlich liegt das Romedikirchl, eine Wallfahrtskirche, die möglicherweise als Burgkapelle gedient hat.

Die Burg scheint am Ende des 12. Jahrhunderts errichtet worden zu sein, aber erst 1232 werden die Burg und die Saline Thaur als Eigentum von Graf Albert III. von Tirol urkundlich genannt, obwohl das Unterinntal zu dieser Zeit als brixener Lehen in der Hand der Grafen von Andechs war. Die als Herren von Thaur firmierenden Ministerialen entstammten wahrscheinlich nicht einer, sondern mehreren Familien. Nach dem Tod des letzten Andechser Otto II. fielen die Besitzungen im Unterinn- und im Pustertal an Albert III. Da dieser ohne männliche Erben blieb, gingen seine Besitzungen über seine Töchter an seine beiden Schwiegersöhne Graf Meinhard I. von Görz (verheiratet mit Adelheid) und Graf Gebhard VI. von Hirschberg (verheiratet mit Elisabeth). Gebhard hatte dabei den nördlichen Teil des Landes mit den Burgen Thaur, Vellenberg und Fragenstein bekommen. Aber bereits vor Gebhards Tod († 1281, auch er verstarb ohne männlichen Erben) scheint Thaur schon in den Besitz von Meinhard II., dem Sohn von Meinhard I., gekommen zu sein. 1284 musste aber eine Ablöse für den tirolischen Besitz an die Hirschberger Erben bezahlt werden.